DRM - Überblick
DRM ist der neue digitale Rundfunkstandard für Kurz-, Mittel-, und Langwelle. Auf einen Schlag werden die bisherigen Probleme der Kurzwelle eliminiert: die erheblichen Schwankungen und Störungen beim Empfang. Im Gegensatz zum analogen Verfahren wird nun digital übertragen; d.h. Töne werden in Daten umgewandelt und stark komprimiert. Durch den Einsatz des Codierverfahrens (MPEG4-AAC+) wird der Datenstrom drastisch reduziert. Beim Empfang werden diese Daten wieder zu hörbaren Tönen, Texten und Bildern zurückgewandelt. Durch die Datenreduktion ist es selbst bei geringer Bandbreite möglich, Musik nahezu in UKW-Qualität zu übertragen.
Der Standard DRM (Digital Radio Mondiale) bringt die Rundfunkbänder unterhalb 30 MHz (Kurz-, Mittlel- und Langwelle) auf ein neues Level. Die Audioqualität ist ausgezeichnet, und die Verbesserung gegenüber analoger Übertragung wird dem Hörer sofort deutlich. Zusätzlich zur Audioübertragung können Zusatzdienste wie Texte, Bilder, Filme etc. gesendet werden.
Die Vorteile für den Hörer:
- Nahezu UKW-Qualität mit AM-Reichweite
- Störungsfreier Empfang ohne Rauschen, Interferenzen
- Keine Eingabe der Senderfrequenz nötig, nur Senderkennung (z.B. bit eXpress)
- Empfänger schaltet automatisch auf den besten Kanal, Fehlerkorrektur
- Zusatzdienste möglich (Text, Bild, HTML u.a.)
- Drahtloser Empfang per Luftübertragung
Die Vorteile für den Anbieter
- Bestehende Sendeanlagen können weiterverwendet werden
- Bestehende Frequenzen können weiterverwendet werden (bei höherer Effizienz)
- Einsparung von Stromkosten, dadurch weniger "Elektrosmog"
- Frequenzökonomie: bessere Nutzung des gesamten AM-Spektrums
- Belebung der Frequenzen unterhalb 30MHz
- Neue Programmformen werden möglich
- Wiedergewinn verlorener Hörerschichten, Gewinn neuer Hörerschichten



