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Die Straßentheateraktion „Festung Erlangen – Offen aus Tradition“ am 23. Januar mit der die Erlanger Hochschulgruppe von Amnesty International die Asylpolitik der Europäischen Union kritisierte, war ein Erfolg.
Flüchtlinge wurden abgedrängt, Asylverfahren abgelehnt, und das mitten auf dem Erlanger Hugenottenplatz. Mit unterschiedlichen kurzen Theaterszenen vor einem Tor zur „Festung Europa“ machte die Amnesty-Hochschulgruppee auf Missstände bei der europäischen Asylpolitik aufmerksam.
Dabei stützt sie sich auf Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Er besagt, dass alle Menschen das Recht haben, vor Verfolgung Asyl zu suchen. „Wer in der Europäischen Union Schutz finden will, hat aber kaum die Möglichkeit, überhaupt auf ihren Boden zu gelangen“, berichtet Svenja Dambon, Sprecherin der Amnesty-Hochschulgruppe. Die Grenzschutzagentur Frontex drängt beispielsweise Schiffe mit illegalen Einwanderern ab, ohne überprüfen zu können, ob Einzelne an Bord Anspruch auf Asyl haben. Amnesty International hat in afrikanischen Staaten dokumentiert, dass Flüchtlinge infolge von Rückführungsübereinkommen hin und hergeschoben oder wahllos inhaftiert wurden.
„In den Medien war in den letzten Monaten immer wieder von gestrandeten und schlecht untergebrachten Flüchtlingen in Italien und Spanien zu lesen“, erklärt Svenja Dambon zum Hintergrund der Aktion. „Die Aufnahme von Flüchtlingen in der Europäischen Union betrifft aber nicht nur die Ränder des Kontinents. Wir möchten bewusst machen, dass keine unbekannte Menge auf uns zustürmt, sondern einzelne Menschen mit eigenen Schicksalen bei uns Schutz suchen.“
Hier einige Fotos der Aktion von Cornelius Wachinger.
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